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Was Patienten googeln, bevor sie eine Therapie suchen

Therapendo Redaktion|29. Mai 2026|5 min read
Was Patienten googeln, bevor sie eine Therapie suchen

Wenn ein Mensch zum ersten Mal daran denkt, Hilfe zu suchen, tippt er selten „Psychotherapeut" in die Suchleiste. Er tippt das, was er fühlt: „komme nicht mehr zur Ruhe", „ständig dieses Engegefühl", „warum bin ich ständig erschöpft". Erst viel später, wenn überhaupt, fällt das Wort Therapie.

Genau hier entsteht eine Lücke, die viele Praxis-Websites nie schließen: Therapeut:innen schreiben in Fachsprache, Patienten suchen in Gefühlssprache. Wer diese Lücke kennt, kann seine Website so ausrichten, dass sie genau dort gefunden wird, wo die Suche tatsächlich beginnt.

Die Suche beginnt lange vor dem Wort „Therapie"

Der Weg zu einer Therapie ist selten ein einzelner Klick. Er ist eher eine Folge von Suchen, die sich über Wochen zieht — und sich dabei langsam verändert.

Am Anfang steht das Symptom, oft ohne jede Einordnung. Dann kommt die Frage, ob das „normal" ist. Dann vielleicht der Verdacht, dass es einen Namen hat. Und erst am Ende, manchmal, die Suche nach jemandem, der hilft.

Die meisten Therapeuten-Websites sind nur für Phase 4 geschrieben. Dabei beginnt die Beziehung zum späteren Patienten oft schon in Phase 1 oder 2 — und wer dort auftaucht, ist präsent, lange bevor jemand überhaupt anruft.

Symptomsprache statt Fachsprache

Das ist der entscheidende Hebel. Patienten googeln das, was sie spüren, nicht das, was im Diagnosemanual steht. Eine Website, die nur in Fachbegriffen spricht, wird bei diesen Suchen schlicht nicht gefunden.

Patient tippt (Symptomsprache)Praxis schreibt (Fachsprache)
ständige Angst ohne Grundgeneralisierte Angststörung
komme nicht aus dem Lochdepressive Episode
nach dem Unfall nicht mehr derselbePosttraumatische Belastungsstörung
esse aus Frust, hasse mich danachEssstörung / Binge Eating
Kind kann sich nicht konzentrierenADHS-Verdacht im Kindesalter

Das heißt nicht, dass du deine Fachlichkeit verstecken sollst. Es heißt: Beides hat seinen Platz. Die Symptomsprache holt Menschen dort ab, wo sie suchen — die Fachsprache schafft Vertrauen, sobald sie auf deiner Seite sind. Wie du diesen Spagat in echten Seitentexten hinbekommst, beschreibt unser Leitfaden zu Website-Texten für Therapeut:innen.

Was sie außerdem wissen wollen — bevor sie sich trauen

Neben dem Anliegen suchen Menschen nach Sicherheit. Gerade beim ersten Kontakt mit einer Praxis sind es oft die praktischen, fast banalen Fragen, die über Anruf oder Weiterklicken entscheiden.

Wenn diese Antworten auf deiner Website stehen, passiert zweierlei: Es melden sich mehr Menschen — und es melden sich eher die passenden. Was Patienten beim Googeln deines Namens konkret zu sehen bekommen und warum die ersten Sekunden zählen, beschreiben wir ergänzend in Wie Patienten dich googeln.

Vom Suchbegriff zur Seitenstruktur

Aus dem Wissen, wonach Menschen suchen, folgt eine konkrete Konsequenz für den Aufbau deiner Website: eine Seite pro Anliegen, formuliert in der Sprache der Suchenden.

Statt einer einzigen „Leistungen"-Seite mit einer Aufzählung lohnt sich für jeden Schwerpunkt eine eigene Unterseite — die das Symptom aufgreift, das Anliegen ernst nimmt und erst dann erklärt, wie du damit arbeitest. So findet Google sie für die echten Suchanfragen, und der Mensch fühlt sich verstanden. Warum spezifische Seiten generischen fast immer überlegen sind, vertieft Auf Seite 1 bei Google.

Eine Website, die Patienten dort abholt, wo sie suchen

Vorlagen für Heilberufe mit Platz für jeden Schwerpunkt, verschlüsselten Anfragen und Texten in der Sprache deiner Patienten.

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